Sep 06 17

Portrait der Rasse

Geschichte:
Als die jung steinzeitlichen Jäger und Sammler auf die japanischen Inseln einwanderten, brachten sie auch Hunde mit.
Diese Tiere waren Jagdgehilfen und vielleicht auch Notfleisch für dürftige Tage. Aus ihnen entstand die japanische Urrasse “Nippon Inu”, aus der alle japanischen Hunderassen hervorgegangen sind.
Der Shiba Inu, wie wir ihn heute kennen, wurde aus den “Nippon-Varietäten” der japanischen Bergregion heraus gezüchtet: aus Sant´u Mino Shiba und Shinshu Shiba.
Er wurde als Wachhund vor allem aber als Jagdhund verwendet. Seine Hauptaufgabe war die Jagd auf Flugwild, besonders aber auf Fasane, den die Japaner als Delikatesse sehr zu schätzen wussten.
Außerdem wurde der Shiba Inu auf Hasen, Füchse, Dachse und Rehe angesetzt. Und trotz seiner geringen Grösse wagte er sich sogar an einen Bären heran.
In den bergigen Regionen Japans wurde der Shiba Inu zu einem wertvollen Begleiter, und da es hier keine anderen Rassen gab, blieb sein Blut lange Zeit rein.
Nach vielen Jahrzehnten veränderte sich der Hund äusserlich kaum, doch seine jagdlichen Qualitäten erreichten bald den Grad höchster Perfektion.
Die japanischen Familien blieben dieser Rasse treu.
Die Liebe zu diesem Hund vererbte sich sogar von Generation zu Generation, und man kann durchaus sagen, dass der kleine Jäger eine wichtige Rolle in der reichen japanischen Kultur gespielt hat.

In unseren Breiten kommt der Shiba Inu äusserst selten vor.
Leider, denn er könnte ein bisschen mehr Gelassenheit in unser hektisches, stressbefrachtetes Leben bringen.
Dieser Hund strahlt majestätische Ruhe aus, und es kostet schon einiges an Mühe, wenn man den Shiba Inu aus der Ruhe bringen will, denn für ihn ist Nervosität ein Fremdwort.
Seine Anwesenheit ist eine Wohltat für unsere Ohren, denn er bellt fast nie und veranlasst sogar uns Menschen ein bisschen leiser zu sprechen. Ausserdem wirkt er sehr besonnen und nachdenklich, dabei mehr heiter als ernst.

Wesen, Haltung:
Wenn der Halter eines Shiba Inus nicht auf die Jagd geht, dann macht sich der Hund daheim nützlich.
Er ist ein sehr guter Hauswächter, der nicht ständig kläfft, wenn Passanten am Gartenzaun vorbeigehen. Sondern hält seine Augen offen und macht seine Arbeit mit einer grossen Pflichtbewusstheit.
Selbstbewusst steht er hinter der Tür und lässt keinen Fremden an sich vorbei.
Man kann versuchen, ihn einzuschüchtern oder zu drohen, aber der Shiba Inu ist Fremden gegenüber grundsätzlich nicht scheu, sondern tritt forsch auf und ist auch jederzeit zum Angriff bereit - wenn nötig.
Selbst vor grösseren Gegnern hat er keine Angst.

Der Shiba Inu möchte seiner menschlichen Familie gefallen, er ist aber nur treu und nicht unterwürfig.
Wenn er die Nase voll von menschlicher Gesellschaft, dann zieht er sich in sein Eckchen zurück.
Ob er nun beleidigt ist, oder nur seine Ruhe will. Man sollte seinen Wunsch immer respektieren, wenn er mal für sich sein will.

Sein Leben passt der Shiba Inu an seine Menschen an. Er braucht keinen grossen Garten um sich auszutoben.
Selbst mit einer engen Stadtwohnung gibt er sich zufrieden, was nicht heisst, dass er keine langen und ausgiebigen Spaziergänge mag.
Und wenn der Winter eingekehrt ist, macht es ihn richtig glücklich, wenn er sich auf einem dicken Kissen neben dem prasselndem Kaminfeuer und gedämpften Licht richtig gemütlich machen kann.

Ernährung, Pflege:
Der Shiba Inu ist ein sehr zurückhaltender Hund, der sich auch nicht halbverhungert auf sein Fressnapf stürzt.
Am Tag braucht er 180 g Fleisch mit 90 g Reis und 90 g Gemüse.
Einmal die Woche sollte man das Fleisch durch Fisch, Innereien oder hart gekochte Eier ersetzen.

An Fellpflege reicht es, wenn man regelmässig das Fell bürstet, um es durchzulüften und von toten Haaren zu befreien. Auf Baden kann dieser Hund sehr gut verzichten, da er nichts mehr hasst, als Dreck, verwendet er viel Zeit am Tag für seine persönliche Schönheitspflege.

Widerristhöhe: Bei Rüden 40 cm, bei Hündinnen 37 cm.

Gewicht: ca 12 kg.

Farbe:
rot - schwarzloh(black and tan) - sesam - rot-sesam und schwarz-sesam nach FCI.

Durchschnittliche Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre.

Anerkennung durch:
FCI (Fédération Cynologie International)
TKC (The Kennel Club of Great Britain)

FCI-Gruppe 5: Spitze und Urtyp

Quelle: http://www.hundeinfos.de

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